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Elektrosmog


Elektrische Wechselfelder (EWF)

(niederfrequent) entstehen aufgrund anliegender elektrischer Wechselspannung in Leitungen und Geräten. Es muss kein Strom fließen.

Unser Körper nimmt diese wechselnden räumlichen Kraftfelder wie eine Antenne auf und steht dann "unter Spannung", besonders wenn er von der Erde isoliert ist. Es kommt im Körper zu Ladungsumkehrungen, künstlichen Wirbelströmen und Stromflüssen.

Gemessen werden die elektrische Feldstärke in V/m, die Körperspannung des Menschen in V in diesem elektrischen Feld und die dominierende Frequenz in Hz.




Magnetische Wechselfelder (MWF)

(ebenfalls niederfrequent, d.h. es tritt noch keine merkliche Energieabstrahlung in Form von Wellen auf) entstehen durch fließende elektrische Wechselströme in Leitungen, Geräten, Transformatoren und Motoren, etc.

MWF sind kaum abschirmbar, sie durchströmen Körper ungehindert, die daraufhin "unter Strom" stehen. Es kommt zu unnatürlichen Spannungsinduktionen und Wirbelströmen. Bestimmt werden die magnetische Flußdichte in Tesla, die dominierende Frequenz in Hz, sowie der Feldlinienverlauf.




Hochfrequente elektromagnetische Wechselfelder

Hochfrequenz/Mobilfunk

Verursacher von Hochfrequenz sind beispielsweise Radio- und Fernsehsender, Mobilfunknetze, Daten- und Richtfunk, Funkrufdienste und Bündelfunk, Amateur- und CB-Funk, Feuerwehr, Polizei, Taxi und Industrie, Radar und Militär. Viele Geräte, die im Haushalt verwendet werden erzeugen ebenfalls Hochfrequenz. Hierzu zählen beispielsweise das schnurlose Telefon, der Mikrowellenherd, und Dimmer.

Die Ausbreitungseigenschaften der Hochfrequenz hängen in hohem Maße vom Frequenzbereich ab. So können beispielsweise Radiosendungen im Kurzwellenbereich mehrere tausend Kilometer übertragen werden. Mit zunehmender Frequenz verschlechtern sich die Ausbreitungseigenschaften jedoch. So kommt es im Frequenzbereich der Mobilfunksender bereits zu starken Abschwächungen der elektromagnetischen Welle, wenn keine Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger vorliegt. Bei Richtfunkstrecken, die noch höhere Frequenzen nutzen ist in der Regel Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger erforderlich.

Zur Übertragung von Nachrichten wird die ursprüngliche elektromagnetische Welle verändert. Man spricht von Modulation, und unterscheidet zwischen verschiedenen Modulationsarten. Wird beispielsweise die Frequenz der elektromagnetischen Welle verändert, entspricht dies einer Frequenzmodulation, bei Veränderung der Amplitude entspricht dies einer Amplitudenmodulation. Wird die elektromagnetische Welle im Takt der Nachricht ein- und ausgeschaltet entspricht dies einer Pulsmodulation oder Pulsung.

Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass das biologische Hauptproblem der Hochfrequenz die in ihr enthaltene Niederfrequenz ist. Feldstärke und Frequenz allein - ohne Modulation - sind, zumindest bei geringen alltagstypischen Intensitäten, wahrscheinlich wenig kritisch. Nach allem, was man bis heute weiß, ist die Modulation der Frequenz biologisch betrachtet relativ harmlos, die Modulation der Amplitude schon eher kritisch und der niederfrequente Puls die riskanteste aller Modulationsarten.

Da verwundert es schon, dass gerade die Pulsmodulation immer weitere Verbreitung findet. So findet man diese Technologie inzwischen nicht mehr nur im Mobilfunk, sondern beispielsweise auch bei den schnurlosen Telefonen nach dem DECT-Standard, beim digitalen Rundfunk, beim digitalen Bündelfunk und bei verschiedenen Radarsystemen. Eine abschließende Bewertung für das neue entstehende UMTS-Netz kann derzeit noch nicht gegeben werden. Erste Untersuchungen zeigen jedoch, dass durch gewisse technische Details eine quasi Pulsung entstehen könnte.

Biologische Wirkungen:

Die thermischen Wirkungen sind über zahlreiche Studien belegt und in der Fachwelt unumstritten. Sie bilden die Grundlage für viele internationale und nationale Grenzwerte. In der Baubiologie spielen die thermischen Wirkungen jedoch keine Rolle, da die hierfür notwendigen Strahlungsintensitäten praktisch nirgendwo erreicht werden. Einzige Ausnahme hierbei ist das Handy, das direkt am Ohr sehr hohe Strahlungsintensitäten erzeugt und so zu thermischen Effekten führen kann. Es gibt beispielsweise Hinweise, dass infolge schwacher Durchblutung vor allem der Augenbereich gefährdet ist, und die Entstehung von grauem Star gefördert werden kann.

Bei den nichtthermischen Wirkungen gibt es inzwischen zahlreiche Studien, die der Unbedenklichkeit dieser Effekte widersprechen. Sie stellen schon weit unterhalb der bestehenden Grenzwerte Einflüsse auf das zentrale Nervensystem und kognitive Funktionen, Schwächungen des Immunsystems, sowie Auswirkungen auf Krebserkrankungen fest. Dies deckt sich mit den praktischen Erfahrungen der Baubiologie, wo es häufig zu Verbesserungen im Befinden kommt, wenn die Strahlungsbelastung reduziert wird.

Eine Übersicht über Studien zu den nichtthermischen Wirkungen von Mobilfunk ist in [Übersicht über Studien zur Wirkung hochfrequenter Felder, Cindy Sage] zu finden. Wesentliche biologische Effekte aus diesen Studien sind:

  • Gedächtnisverlust
  • Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, Reduktion des REM-Schlafes
  • Verlangsamte motorische Fähigkeiten und Reaktionszeit bei Schulkindern
  • Beeinträchtigte Aktivität der weißen Blutkörperchen bei Schulkindern
  • Räumliche Desorientierung
  • Kopfschmerzen
  • Veränderungen der Blut-Hirn-Schranke
  • Eingeschränkte Aktivität des Nervensystems
  • Konzentrationsverlust und "benebeltes Denken"
  • Verringerte Immunfunktion
  • Verringerte Spermienzahl
  • Erhöhte Pulsrate
  • Erhöhter Blutdruck
  • Veränderungen in der elektrischen Aktivität des Gehirns
  • DNA Schaden
Sanierungsmöglichkeiten:

Risiken durch künstliche elektromagnetische Wellen lassen sich meistens gut reduzieren, z.B. durch:

  • Vermeidung von schnurlosen Telefonen, die nach dem DECT-Standard arbeiten
  • Verzicht auf den Mikrowellenherd
  • Verzicht auf drahtlose Computer-Netzwerke
  • Ausweichen auf weniger belasteten Platz
  • Verwendung massiver Baustoffe
  • Abschirmung bei Feldbelastung von außen
Messtechnik:

Bei der Messtechnik wird unterschieden zwischen der qualitativen und der quantitativen Bewertung der Hochfrequenz. Bei der qualitativen Bewertung wird das Summensignal des gesamten Hochfrequenzspektrums sowie die Modulation geprüft. Bei der quantitativen Bewertung wird mit Hilfe eines Spektrumanalysators die Feldstärke in [µW/m²] gemessen und der Verursacher ermittelt.

Eine qualitative Bewertung der Hochfrequenz gehört zum Standardumfang einer Hausuntersuchung. Diese Methode ist in der Regel ausreichend, wenn keine entsprechenden Auffälligkeiten gefunden werden. Besteht jedoch der Verdacht auf eine hochfrequente Belastung, dann sollte eine Messung mit dem Spektrumanalysator folgen, um eine klare Aussage über die Belastung und eventuell erforderliche Abschirmmaßnahmen treffen zu können. Diese Messungen sind technisch aufwändig und werden daher nur bei Bedarf durchgeführt.




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